Missionsfreizeitbericht von 2008
Haben wir nicht schon genug zu tun? Seit nun schon mehr als 5 Jahren sind wir in der Region OWL unter dem Namen "Jesusmyrock" dabei, gemeinsame Freizeiten zu organisieren und auch durchzuführen. Wir haben hier eine Menge von Gottes Wirken unter uns Mitarbeitern und an den Teilnehmern erlebt. Eine Zeit, die ich nicht eintauschen möchte. Von Anfang an lag der Fokus dabei Jesus kennen zu lernen. Wenn es richtig gut lief, dann brachten die Jugendlichen ihre Freunde mit auf unsere Freizeiten und sie entschieden sich für ein Leben in der Nachfolge Jesu. Es gebe hier eine Menge toller Zeugnisse zu berichten. Das Freizeitkonzept ging auf, Teenager fanden zu Jesus, Jugendgruppen wurden voller, Jugenddiakone wurden eingestellt (Sasa in Herford, Markus in Bad Oeynhausen). Die heranwachsenden Jugendlichen wurden zu festen und sehr wichtigen Mitarbeitern in den Gemeinden.
Ist doch super, was wollen wir mehr?
Nun sind viele ehemalige Teenager und Jugendliche zu jungen Erwachsenen heran gereift. Sie haben viel von Jesus gehört und gesehen. Was sie nicht brauchen, ist nun immer noch mehr Milch, die sie zwar voller macht, aber auch bitter machen könnte. Wenn wir immer nur gefüllt werden, und nicht lernen auch wieder etwas abzugeben, dann entwickeln wir uns zu schwer- beweglichen Christen. Viel Theorie und nur wenig Praxis. Also ging die Überlegung weg von einer weiteren (durchaus positiven) „Saugerfreizeit“ hin zu einer "Geber-Freizeit". Ich bin mir sicher, dass unsere Jugendlichen eine Menge zu geben haben. Was liegt da näher als ein Missionarischer Einsatz in einem Gebiet, in dem die Not sehr groß ist? Da wir schon zweimal die Trumpet – Tour von Jugend mit Einer Mission, bei uns zu Gast in der Gemeinde hatten, kam in Alex Töws und mir der Wunsch auf, mit dieser Organisation in die Mission einzusteigen. Nach verschiedenen Gesprächen mit den für unseren Bund zuständigen Missionsprojekten stellte sich die Zusammenarbeit mit JMEM Herrnhut als die für uns Beste heraus. Hier passte einfach die jugendliche Art, die für uns angenehme organisatorische Hilfe und die guten Erfahrungen in der bisherigen Zusammenarbeit. Mutig schrieben wir unser neues Projekt als Missions-Freizeit aus. Viele sagten mir, "Ich wäre so gern dabei, aber... In diesem Jahr ist zu viel zur gleichen Zeit! Und so war es auch. Also beschlossen Alex und ich allein auf Entdeckerreise zu gehen. Wir wollten wie Josua und Kaleb in das für Jesusmyrock - Neue Land eindringen und einen Bericht geben. Doch der Alex riss sich die Bänder eine Woche vor der Fahrt und fiel somit leider aus. Was sollte das heißen? Soll ich jetzt auch nicht fahren? In meinem Inneren brannte jedoch mein Pionierherz auf. Unsere ganze Freizeit und Jesusmyrock Arbeit begann keineswegs einfach und gleich erfolgreich. So fragte ich Gott ernsthaft in meinem Herzen und hatte den Eindruck, dennoch zu gehen. Ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat! Wir hatten eine riesig auferbauende erste Woche im „JMEM“ - Schloss von Herrnhut. Ein Team aus Texas war dort und diente den Campteilnehmern, die teilweise aus Weißrussland, Amerika und Deutschland kamen.
Zwei Tage später kam noch ein 50 Personen starkes Team aus Kona / Hawai dazu. Mehrere Sprecher dienten uns und halfen uns, mehr in die Gegenwart Gottes zu kommen. Dies war ein sehr wichtiger und lehrreicher Teil. Denn in der zweiten Woche teilten wir uns in drei Teams auf, die jeweils zu Einsätzen nach Cheb (Tschechien), Grimma (Sachsen) und der Ukraine aufbrachen. Ich war ein Mitarbeiter für das Team nach Cheb. Ich wählte Cheb aus, weil es nicht so weit weg von Deutschland ist. So wäre es in Zukunft möglich dort intensiver und dauerhaft tätig zu sein. Wir fanden eine Herberge in der dortigen Baptisten Gemeinde. Pastor David nahm uns sehr herzlich auf. Wir machten diverse Gebetsspaziergänge, beteten für Prostituierte und ihre Zuhälter, veranstalteten Evangelisationen auf dem Marktplatz, hatten eine gute Zeit mit den Roma-Kindern aus dem Ghetto und konnten Gesprächshelfer sein, wenn es um die Einheit der Christen vor Ort ging. Ich habe dort viele neue Freunde gewonnen. Brüder und Schwestern aus Gottes weltweiter Gemeinde. Am Ende konnte wir uns mit den Leitern der verschiedenen christlichen Gemeinden über eine dauerhafte Zusammenarbeit unterhalten. Hier ist nichts festes und fertiges bei herausgekommen, doch in unserem gemeinsamen Herzen war zu spüren, Gott hat hier noch etwas sehr großes vor.
Als unser Abschied bevorstand wurden wir doch ganz schön traurig. Gott hatte uns eine gute Zeit mit ihm und auch untereinander verbringen lassen. Am letzten Abend hatten wir jedoch noch eine wunderschöne gemeinsame Lobpreiszeit in der größten Katholischen Kirche vor Ort. Der Priester schloss uns (30 Leute, Gitarren, Cajon, Cello, Trompete) um 20.00 Uhr die Kirche auf. Wir genossen die Zeit in der Kirche und baten Gott diese Gegend tiefgreifend zu verändern. Über 100 Bordelle und Spielkasinos sind zu viel für eine 33000 Einwohnerstadt.
Die Zeit in Cheb und auch die Woche zuvor in Herrnhut war eine sehr wichtige Zeit für die Teilnehmer und auch für mich. Ich bin sehr angetan von der missionarischen Tätigkeit von JMEM weltweit. In Zukunft kann ich mir eine weitere Zusammenarbeit sehr gut vorstellen.
Ich würde mich freuen, wenn ihr einfach bei mir nachfragt, wenn ihr mehr von diesem Einsatz wissen wollt. Ruft mich an, oder mailt mir unter 017624803664 & \n Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
