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Bericht der Korsika Freizeit 2008

Diese Freizeit wird die beste Freizeit unseres Lebens!“ Hört, hört, eine kühne These, die da am ersten Abend der Freizeit aufgestellt wurde und zunächst einmal völlig aus der Luft gegriffen schien! Waren die äußeren Umstände am Ankunftstag auf Korsika doch erst einmal positiv formuliert „herausfordernd“: eine anstrengende Reise, Verspätung, Hunger, das Camp ungünstig am Hang gelegen und wenig von den anderen Gruppen isoliert, schlechte Sanitäranlagen, Probleme in der Küche.

Woher also der Optimismus von der besten Freizeit unseres Lebens??? Nicht Optimismus, sondern Vertrauen. Vertrauen, dass Gott einen guten Plan über diese Freizeit hat. Vertrauen, dass äußere Umstände seinen Segen nicht verhindern können (vgl Frankreich 2005). Vertrauen auf Gottes Größe und Souveränität. Seit sechs Jahren bestehen nun die überregionalen Jesusmyrock-Jugendfreizeiten, die immer absolute Highlights waren. Die Region ist zusammengewachsen, Gott hat überreich gesegnet, Jugendliche sind zum Glauben gekommen und gewachsen. Eine kleine Jugenderweckung in OWL! Dieses Jahr gab es neben einer Polen-Kanu-Survival-Freizeit und einer Missionsfreizeit eine Korsikafreizeit nach Calcatoggio mit dem Motto: „Sommer, Sonne, Strand und Tiefgang“.


Nach dem etwas holprigen Start ist die Freizeit nach 1-2 Tagen so richtig angelaufen. Die Korsische Sonne hat uns mit ihren 30° verwöhnt, wir waren fast täglich am Strand und im Meer. Die Gemeinschaft hat voll zugeschlagen und die Gruppenstimmung war von Anfang an „ausgezeichnet“. Der Spaßfaktor war enorm: „Ich kenn ein Lied, das jeden nervt…“, „Mich juckt der Hafer“, „Scheint die Sonne so heiß…“, „Eine Rede…“, „Wer mag alles Anne? *meld*“, „Humba, Humba, tätärä“. Drei Geburtstage, ein Gartenschlauch und die stets zu jedem Amusement bereiten Mitarbeiter boten reichlich Gelegenheit für jede Art von Freude.

Viele Spiele und Aktionen sorgten für allgemeine Belustigung. Zum Beispiel der Tag der Rekorde: Ball hochhalten, das längste Armhaar (leider wegen der Strapazen nun ausgefallen), „Banking“ (sich um eine Bank drehen ohne den Boden zu berühren), Augen zittern, Sprint, härteste Bauchmuskeln.... Eine Haik mit Übernachtung am Strand (mit 2 Meter Riesenwellen), ein Stadtausflug nach Ajaccio, ein gewonnenes Fußballturnier und ein Besuch in einem riesigen Klettergarten rundeten das Programm ab.

Das Zentrum der Freizeit waren die allabendlichen gemeinsamen Meetings. Die Mitarbeiter haben verschiedene Themen vorbereitet, außerdem haben wir Lobpreis gemacht und gebetet. Nach der Andacht gab es Raum zur Stille, zu Gebet und Segnung. Die Jugendlichen haben dieses Angebot auch reichlich angenommen. Fast immer blieben einige sitzen, ließen für sich beten, haben Entscheidungen fest gemacht. Gottes Wort kommt nicht leer zurück! In einer Zeugnisrunde zum Abschluss der Freizeit erzählte jeder Teilnehmer seine Erlebnisse, was sehr beeindruckend war: Jesus hat Leben konkret verändert, Gebete erhört, Motivation geschenkt (zb Bibellese, Band), Beziehungen wachsen lassen, Versöhnung geschenkt…. In den Andachten, Kleingruppen und in vielen persönlichen Gesprächen ist viel passiert, was weit über Korsika Frucht bringen wird.


Für mich persönlich war Korsika eine sehr intensive Zeit mit Jesus. Oft habe ich im Gebet Gott unsere Freizeit anbefohlen und für ganz spezielle Dinge gebeten, die mir auf dem Herzen lagen und erstaunlicherweise plötzlich aktuell wurden. Gott erhört Gebet!

Ein Vers, der mir wichtig geworden ist, steht in Psalm 37, 7a: Sei stille dem HERRN und warte auf ihn! Was der Psalmist beschreibt, bedeutet viel mehr als „Einfach mal abwarten“. Es geht darum, aktiv Gott in der Stille zu suchen, leidenschaftlich zu beten und wie die Blinden vor Jericho zu rufen: Herr, erbarme dich unser! Diese enge Gemeinschaft mit Jesus stärkt, erfrischt und schenkt auch Gelassenheit und Vertrauen: Gott wird’s wohl machen! Auf Gott war und ist Verlass, er tut sein Werk!

Auf der Freizeit ist mir die Bedeutung von wahrer, tiefergehender Gemeinschaft deutlich geworden. Wie wertvoll ist es, echt sein zu dürfen, tiefer zu gehen, sich gegenseitig zu tragen und zu segnen, zusammen zu beten. Die Freizeit hat mich verändert und mir neue Impulse gegeben. Ich habe erlebt, wie segensreich und ausfüllend tiefe Hingabe an Jesus ist und dass es nicht Besseres gibt, als sich ganz von ihm abhängig zu machen!

War Korsika nun die beste Freizeit unseres Lebens? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Mir geht es dabei auch nicht um einen Vergleich mit vorigen Freizeiten, denn jede Freizeit ist einzigartig und unvergleichlich.

Mir ist klar geworden: Gott ist größer als äußere Umstände. Wenn du wahre Gemeinschaft mit Gott hast, ist egal, ob du in einem Gartenhaus wohnst oder im 5-Sterne-Hotel, ob Betrunkene die Meetings stören oder die Toiletten dreckig sind. Alles das tritt in den Hintergrund, wenn man den lebendigen Gott erlebt!

Ich wünsche mir, dass wir Glauben wagen. Glaube, das ist „eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebräer 11, 1). Glaube ist Vertrauen auf Gott trotz aller äußeren Umstände. Glaube versetzt Berge – und verändert Leben! Ich wünsche mir tiefe Hingabe an Jesus und Christen, die aus der Gegenwart Gottes leben: Sei stille dem HERRN und warte auf ihn!

Gott hat unsere Freizeit reichlich gesegnet, so dass zum Schluss die Teilnehmer sogar noch eine Woche dranhängen wollten. Wir bedanken uns für alle Gebete und Unterstützung, die uns getragen und alles erst ermöglicht haben!



J.S.


Hier bin ich, einmal mehr. Ich geb‘ mich ganz hin, denn ich weiß, dass du jeden Schrei hörst. Du bist da für mich, egal wie‘s mir geht und was mich bewegt. Du gibst Antwort, wenn ich rufe. Deine Worte sind wahr, deine Hoffnung real, und ich weiß, deine Nähe, sie macht mich ganz frei von dem, was mich hält. Ich sehne mich nach dir. Ich geb‘ mich ganz hin und sage: Ich liebe dich. Ich geb‘ mich ganz hin und sage: Ich brauch‘ dich. Ich geb‘ mich ganz hin und sag‘: Ich bin dankbar. Ich geb‘ mich ganz hin, denn du bist wunderbar. (Liedtext)

 
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