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Polen Freizeitbericht von 2008

Strahlender Sonnenschein empfing die 20 wackere Abenteurer und Abenteurerinnen die sich am 30. Juni am Herforder Bahnhof eintrafen, um gemeinsam in eine erlebnisreiche Zeit durchzustarten. Die Stimmung war trotz der am Tag zuvor erlittenen 2 zu 1 Niederlage im EM Endspiel gut, und unser Busfahrer Uwe, der immer wieder eine spannende Geschichte zu erzählen wusste, brachte uns sicher an den Startpunkt unserer Reise: einem verschlafenen Nest in der polnischen Provinz.

Dort angekommen genossen wir unsere vorerst letzten Atemzüge in der Zivilisation und nach einer ersten ruhigen Nacht, besetzten wir unsere Boote, und stießen endlich in See.


Anfängliche Rhythmusschwierigkeiten legten sich schnell und schon bald forderte das ein oder andere Hindernis unseren Teamgeist heraus. Die Drawa, eine wilder, kurvenreicher Fluss, mal schmal mal breit, mit umgestürzten Bäumen im Wasser, und übers Wasser rankenden Bäumen am Wasser, bot immer wieder Gelegenheit zur „Challenge“

So hatten die beiden „Kapitäne“ des Transportkanus Andi und Sasa schon früh unser aller Mitgefühl, da das Kanu im Vergleich zu den flacheren Kajaks höher und sperriger war, und zu allem Überfluss noch leckte, sodass der erste Kontakt mit dem kühlen Nass nicht lange auf sich warten lies.

An einem, lauschigen Biwakplatz schlugen wir unsere Zelte auf, sammelten Holz und kochten leckeres Essen auf dem Feuer. Der ein oder andere verschwand für einige Zeit mit dem Spaten im Wald, Angeln wurden ausgeworfen, das defekte Transportkanu ausgetauscht, und waschen war mit Ökoseife ebenfalls kein Problem.

Auch in den nächsten Tagen folgten wir den Spuren der Drawa, die gelegentlich in riesige Seen mündete, und sich anschließend wieder ihren wilden Weg durch das polnische Flachland suchte.

Was haben wir nicht alles erlebt:

Super Sonnenschein in der 1. Woche und Regen an den letzten 2 Tagen, was auf jeden Fall auch seinen Reiz hatte. Selbstgebackenes Brot zum Frühstück. (Mein Tipp: Mit Nussnugatcreme und Milch bockt es am meisten:) Eine super Natur, in der uns Adler, Eisvogel, und Storch begegneten, und Fische unter unseren Booten durchs klare Wasser huschten. Killerschwäne, die unseren Weg blockierten und Monstermücken die versuchten, uns das Leben schwer zu machen. 

Fußball und Verstecken, und zur Abwechselung mal eine wilde Tannenzapfenschlacht.

Piff Paff Buhhh!

Während des allabendlich stattfindenden „Meetings begleitete uns die Geschichte von Jesus, einem Boot, nem „Walk on Water“ sowie Petrus und elf weiteren Jüngern. Highlight war hier sicherlich das Feiern eines „Gottesdienstes“ mit einer Polnisch- Katholischen-Gruppe bei der wir alle viel Spaß gehabt haben.

Auch die Vorzüge, die das Leben fern ab der Zivilisation für uns bereithielt, entdeckten wir zunehmend.

Es tat gut, den Alltag mit all seinen kleinen und großen Problemen hinter sich zu lassen, sich nur auf grundlegende menschliche Bedürfnisse konzentrieren zu müssen, und in Gemeinschaft, man könnte fast sagen, wie eine 20-köpfige Familie jeden einzelnen Tag zu genießen.

Es tat gut, das Leben aus einer Perspektive zu betrachten, wie es in einer stressigen und medienorientierten Normalität nur schwer möglich ist. Einfach klasse, wie ein Standard - Abendessen aus der Dose nach einen Tag auf dem Wasser plötzlich schmeckt, als sei es von Tim Mälzer persönlich gekocht worden!

Es tat gut, Gottes Größe in der Schönheit der Natur zu entdecken, und ihm in dieser zu begegnen.

Gott begegnen? Ja Mann, das sind wir auf dieser Freizeit!

In Situationen, in denen spitze Äste unser Leben bedrohten, passierte uns nichts. Trotz einer regnerischen Nacht, schien am Morgen erneut die Sonne. Obwohl unsere Gitarre nach einem kleinen, nicht näher zu erwähnenden Unfall aussah, als wäre sie von Kid Rock gegen eine Wand geschlagen worden, begegneten wir immer wieder Gruppen, die eine Gitarre im Gepäck hatten, und uns diese ausliehen.

Aber auch in unscheinbareren Momenten war Gott zu erleben, etwa in guten, persönlichen Gesprächen, im Gebet, oder auch in stillen Momenten, in dehnen Gott Herzen berührt hat.

 

Abschließend möchte ich von einem tollen Ereignis berichten, dass diese Freizeit, zumindest für 2 von uns zu etwas ganz Besonderem hat werden la


ssen. Luca und Ich(Micha) haben uns in den „wilden Fluten“ der Drawa taufen lassen. Nachdem wir berichtet hatten, was es für uns bedeutet, mit Jesus durchs Leben

 

 

zu starten, ging es ab ins Wasser. Strömender Regen und krasser Wind begleiteten uns, und wir wussten, dass dies die richtige Entscheidung ist!

 

Micha Meyer

 
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