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Korsika Bericht 2011

Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.“ (Kolosser 2, 6-7)
Glaube gehört in den Alltag. Freizeiten sind besondere Zeiten in toller Gemeinschaft, in denen man Gott intensiv erlebt und oft völlig „geflasht“ (begeistert/überwältigt) nach Hause kommt. Das Ziel jedoch ist kein emotionaler Push, der schnell verflogen ist, sondern für den Alltag als Christ zugerüstet zu werden und langfristige Veränderung zu erleben! Dies zu vermitteln war uns auf Korsika besonders wichtig. Doch eins nach dem anderen…
Dieses Jahr hat „Jesus-my-rock“ (Jesus mein Fels), unsere regionale Jugendarbeit in OWL, zwei Freizeiten angeboten: Eine Action-Kanu-Freizeit nach Polen und eine „Sommer, Sonne, Strand & Tiefgang“ - Freizeit nach Korsika. Unsere Korsika Freizeit fand statt vom 10. – 24. August. 34 Teilnehmer zwischen 14 und 18 Jahren sowie 7 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Gemeinden + Küche haben eine tolle Zeit zusammen verbracht, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird.


Korsika - nicht umsonst „île de beauté“ (Insel der Schönheit) genannt - bietet tolle Landschaften und Sonne satt. Vor Ort hatten wir ein schönes Gelände mit Bungalows und die Entfernung zum Strand war ca. 1km. Die Temperaturen waren mit 30-35° sehr warm, aber nachts angenehm kühl. Neben den gemeinsamen Mahlzeiten (super lecker!!!) waren wir natürlich häufig am Strand, es gab ein Geländespiel, ein Volleyballturnier, Fußball, den Tag der Rekorde, einen Stadtausflug nach Ajaccio uvm. Besonders actionreich waren der Besuch eines Klettergartens und das Canyoning.

Exkurs: Was ist Canyoning??
„Man versteht unter Canyoning (auch Schluchteln oder Schluchting) das Begehen einer Schlucht von oben nach unten in den unterschiedlichsten Varianten. Durch Abseilen, Abklettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und manchmal sogar Tauchen gelangt man in geeigneter Ausrüstung durch die
Schluchten.“ (Wikipedia)

Für viele war dies von der Action her das Highlight der Freizeit. Sowas hatte man noch nicht erlebt! Auf dem Bauch liegend mit Kopf nach vorne auf nacktem Stein in das Wasser zu rutschen, von über 7m Höhe zu springen, sich abzuseilen – und nach der ersten „Gehirnspülung“ hatte man auch gelernt, sich beim Aufprall an der Wasseroberfläche die Nase zuzuhalten!

Ein weiteres Highlight war eine 3h Wanderung an einen schönen Strand mit anschließender Übernachtung und Gottesdienst im Freien unter schönem Sternenhimmel (mehrere Sternschnuppen inklusive). Der Spaß und Actionfactor der Freizeit war hoch - im Zentrum standen aber natürlich in
gewohnter JMR-Manier die Begegnungen untereinander und mit Jesus. Jeden Abend gab es ein Meeting (Gottesdienst) – mit intensiven Lobpreiszeiten, Gebeten und natürlich einer Predigt. In diesem Jahr haben wir Gegenstandsandachten gemacht, das heißt, zu jeder Predigt gab es einen Gegenstand: z.B. eine Landkarte, einen Wecker, eine Krone, eine Puzzleteil uvm. Die Predigten waren sehr persönlich und haben dadurch viele angesprochen. Die Gottesdienste haben oft 2h und mehr gedauert, viele
Jugendliche sind auch nach dem „offiziellen“ Teil da geblieben und haben den Lobpreis und die Gegenwart Gottes genossen. Zum Teil auch noch, als schon die Technik abgebaut wurde ☺.

Viele Jugendliche waren im Lobpreis und von der Predigt berührt, haben mit Mitarbeitern gesprochen und sich segnen lassen. Es wurden einige Tränen vergossen und Entscheidungen gefällt. Viele sind neu motiviert, auch zu Hause dranzubleiben, sich in der Jugendgruppe zu engagieren, Gebet und Bibellese wieder Priorität zu geben (dazu gab es auch noch einen Workshop) und mit Gott durchzustarten. Glaube gehört in den Alltag. Das wurde stark betont. Am letzten Abend haben wir Abendmahl gefeiert
und es gab Raum für Zeugnisse. Es war toll zu hören, was Gott getan hatte und wie junge Leute verändert und berührt worden sind!

Ein weiterer Bestandteil der Freizeit waren die Familiengruppen (kleine Gruppen von 5- 6 Leuten), in denen man sich persönlich austauschen, Erkenntnisse vertiefen und füreinander beten konnte. Es war toll zu sehen, wie die Jugendlichen sich auch gegenseitig geholfen und gestärkt haben. Außerdem gab es einen Nachmittag der Stille, an dem nicht gesprochen wurde und verschiedene Stationen zum Nachdenken eingeladen haben: Stille Segnung, Dankesbaum, Raum der Kreuzigung und Auferstehung uvm. Viele Jugendliche haben sich darauf eingelassen und haben gute Erfahrungen mit Gott in der Stille gemacht.

Alles in allem erleben wir, wie gesegnet die JMR Arbeit ist und wir sind „reichlich dankbar“. Vielen Dank für alle Gebete und die Unterstützung der Gemeinden, das erst macht so eine Freizeit möglich. Das nächste Event für uns ist das JMR Nachtreffen Camp in Eickhorst vom 23.-25. September. Außerdem ist von Oktober 2011 bis April 2012 ein Jüngerschaftskurs für Junge Erwachsene geplant. Wir sind gespannt, was dort – und weiterhin in der Jugendarbeit der Region – noch so alles passiert!
Es ist gut zu wissen, dass eine Freizeit zwar ein Ende hat, dass es aber mit Jesus weitergeht. Glaube gehört in den Alltag. Wir wünschen uns, dass eine neue Generation von jungen Leuten mit Leidenschaft Jesus nachfolgt und sein Reich zu ihrem wichtigsten Anliegen macht (vgl. Mt 6, 33). Wir glauben, dass unsere Jugendliche potentielle zukünftige Prediger, Lobpreiser, Beter, Gemeindebauer etc sind und dass
Gott mit ihnen noch einiges vorhat. Es bleibt spannend!
„Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm
und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt
worden seid, und seid reichlich dankbar.“ (Kolosser 2, 6-7)
Jan S. aus Herford
 
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